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Gruppenangebote

 

In unserer Einrichtung findet täglich ein Betreuungsangebot statt, das auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der gerontopsychiatrisch veränderten Bewohner ausgerichtet ist und zu dem die orientierten Bewohner herzlich willkommen sind.

Um Konfliktsituationen zwischen orientierten Bewohnern zu begegnen, wird die Gruppenzusammensetzung flexibel gehandhabt. Das Angebot wird von einer bestimmten Mitarbeiterin des jeweiligen Pflegeteams durchgeführt. Geregelte Bedingungen sind die Voraussetzung für eine ruhige Gruppenatmosphäre. Daher ist ein gutes Schnittstellenmanagement erforderlich, um die Arbeitsabläufe aller beteiligten Bereiche zu gewährleisten. Die Inhalte der Gruppenangebote sind sehr vielfältig und richten sich nach Bedürfnissen, Neigungen und Tagesform. Das erfordert eine flexible Gestaltung der Aktivitäten. durch vertraute Beschäftigungen werden vorhandene Fähigkeiten gelockt, Erinnerungen geweckt und Ressourcen gestärkt.

Viele Angebote sprechen gezielt die Sinne an, fördern Feinmotorik und schaffen ein Wir-Gefühl.

Die folgende Aufstellung stellt nur einen Ausschnitt der Möglichkeiten dar:

 

 

-          Basteln

-          Alltagstätigkeiten

-          Kochen, Basteln

-          Gymnastik

-          Tanzen

-          Singen, alte Schlager hören

-          Sprachespiele

-          Naturmaterialien, Sinne ansprechen, Kreatives

 

 

 

Einzelbetreuung

 

Für Bewohner, die nicht an der Gruppe teilnehmen, weil sie bettlägerig sind oder sich nicht in die Gemeinschaft integrieren können oder wollen, gibt es verschiedene Formen der Einzelbetreuung.

 

Kurzkonakte

Die Betreuungskräfte besuchen regelmäßig die nicht gruppenfähigen Bewohner und gehen auf die aktuelle Befindlichkeit ein.

 

 

Erlebnisorierntierte Begegnungen

Durch diese Methode wird Kontakt in kurzer Zeit aufgebaut und eine Aktivierung des Bewohners ermöglicht. Hierzu bietet sich der Einsatz des rollbaren „Sinnesschrankes“ an,

in dem die unterschiedlichsten Materialien zum Fühlen, Riechen, Tasten, Sehen, Hören aufbewahrt werden.

 

 

Kleingruppenaktivität am Bett

Gemeinsam mit einigen Teilnehmern der Gruppe werden Bettlägerige besucht. Am Bett wird dann z.B. Kaffee frisch gebrüht, Waffeln gebacken, gesungen u.a.

 

 

Einsatz von Handpuppen

Demenzkranke, die schwer zugänglich sind, können häufig über ein Medium erreicht werden so hat sich z.B. der Einsatz von Therapiehandpuppen bewährt, wenn es darum geht, Bewohner zu motivieren, zu beruhigen, zu aktivieren und zum Gespräch anzuregen.

 

 

 

Wohnbereichsübergreifende Angebote

 

Zusätzlich zu Betreuungsangeboten gibt es ein übergreifendes Betreuungsangeboten gibt es ein übergreifendes Betreuungs- und Freizeitprogramm, was grundsätzlich allen Bewohnern offen steht.

Manche demenzkranke Bewohner reagieren allerdings sehr verunsichert auf einen Ortswechsel, sodass

eine Teilnahme an diesen Veranstaltungen immer von den individuellen Voraussetzungen abhängt.

Veranstaltungen mit Musikprogramm wie der Tanznachmittag, Konzerte oder Singkreise sprechen

erfahrungsgemäß demenzkranke Bewohner besonders an. Ebenso wirkt der Kontakt mit Tieren häufig wie ein „Türöffner“. Die regelmäßig stattfindende Hundebesuchsgruppe gibt hierzu Gelegenheit.

 

 

Ernährung

 

Die Biografie ist auch bei dem Thema Ernährung sehr wichtig, um Vorlieben und Abneigungen

des Bewohners zu erfahren und zu berücksichtigen. Ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken trägt dazu bei, den individuellen Geschmack des Bewohners heraus zu finden.

Für viele Demenzkranke wirkt sich das Essen in Gemeinschaft positiv aus. Wichtig dabei ist eine positive Atmosphäre. Ein fester Platz im Speiseraum vermittelt Sicherheit und Rituale stärken das „Wir-Gefühl“.

Demente Bewohner, die mit dem Essen überfordert sind, benötigen dazu eine besondere Anleitung.

Z.B. durch eigenes Vormachen, wie der Löffel zum Mund geführt wird.

Ein besonderer Bezug zum Essen wird durch gemeinsame Kochen und Backen hergestellt.

Eine aktive Beteiligung der demenzkranken Bewohner an den regelmäßig durch geführten Essensbesprechungen wird unterstützt durch die Präsentation von Lebensmitteln, wie z.B. durch verschiedene Gemüsesorten.

 

Vermieden werden sollten Überforderungssituationen durch z.B.

  • unpassendes Besteck

  • ein Überangebot an Komponenten einer Mahlzeit

  • Konflikte mit orientierten Bewohnern

  • zu harte oder zu feste Speisen

 

 

Bewohner, denen das Essen angereicht wird, sind ganz besonders auf eine ruhige Atmosphäre

angewiesen. Vermieden werden sollte auf jeden Fall, das essen in Hetze anzureichen, im Vorbeigehen,

im Stehen und mit der Gabel.

 

 

Zuständigkeit und Kommunikation

 

Zuständig für die Umsetzung des Konzeptes sind in erster Linie alle an der Pflege und Betreuung Beteiligten, also die Mitarbeiter der Pflege und des Sozialen Dienstes. Auch die Hauswirtschaft ist

- nicht nur in Bezug auf das Thema Ernährung gefragt. Im Grunde sollte jeder Mitarbeiter, egal an welchem Platz, um die Besonderheiten im Umgang mit dementiell erkankten Bewohnern wissen.

                

In den einzelnen Wohnbereichen findet zwischen Betreuungs- und Pflegekräften täglich ein Informationsaustausch über Veränderungen und Besonderheiten statt. Die Eintragungen auf dem Aktivitätenblatt durch die Betreuungskräfte dienen den Pflegemitarbeitern zur Evaluation der Pflegeplanung.

 

Regelmäßige Treffen zwischen dem Sozialen Dienst und den Betreuungskräften dienen der Klärung und Koordination des Betreuungsangebots, von Veranstaltungen, Hausfesten etc. Neben einem allgemeinen Austausch werden bei Bedarf auch Informationen bezüglich Modul 5 ausgetauscht. Gegenseitige Anregungen und Vermittlung von Fortbildungsinhalten zum Thema Demenz tragen zur ständigen Weiterentwicklung der Betreuungsangebote bei.